Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Is Annl hot kaa rachts Geschick.
In dr Haamit findt die nie ihr Glick.
Es trebbt se naus von Toog ze Tog.
Drhamm do isses ner noch 'ne Plog.
Dr Ma, der is drvu gerannt,
der wuhnt jetz driem in Sauerland.
Im Heisel is dor Teifel lus.
De Kinner, die sei aah bal gruß.
Is Annl hot kaa ...
Un Arbeit gibts schu ewich net.
Se wälzt sich sich obnd allaa im Bett.
Dann frogt se sich: Was mach ich bluß?
Drham is's eng, de Walt is gruß.
Is Annl hot kaa ...
Hochdeutsch übersetzt:
Das Ännchen hat kein rechtes Geschick.
In der Heimat findet die nie ihr Glück.
Es treibt sie hinaus von Tag zu Tag.
Daheim da ist sie nur noch eine Plage.
Ihr Mann, der ist davon gerannt.
Der wohnt jetzt drüben in Sauerland.
Im Häuschen ist der Teufel los.
Die Kinder, die sind auch bald groß.
Das Ännchen hat kein ...
Und Arbeit gibt's schon ewig nicht.
Sie wälzt sich abends allein im Bett.
Dann fragt sie sich, was mach ich bloß?
Daheim ist's eng, die Welt ist groß.
Das Ännchen hat kein ...