Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Is gab schu allweil Ugelick,
des kimmt un gieht un kimmt zerick
her auf ze heiln, her auf ze klogn
stieh endlich auf, du wersts ertrogn (missen).
Glick auf Reggie, Glick auf, Reggie ...
Is viel ze kurz des bissl Labn,
noch jedem Regn wards Sonne gabn.
Nach jeder Nacht kimmt ah e Tog
verdammt stieh auf, vergiß dei Plog.
Glick auf Reggie, Glick auf, Reggie ...
Gucka mol noch Drasdn, guck e mol noch greiz
guck emol noch Böhme un guck mol in de Schweiz.
Danne tuts allweil net annersch gieh
Kimm stieh auf es ward schu gieh.
Glick auf Reggie, Glick auf, Reggie ...
Hochdeutsch übersetzt:
Es gab schon immer Unglück
das kommt und geht und kommt zurück
höre auf zu weinen, höre auf zu klagen
steh endlich auf, du wirst es ertragen (müssen).
Glück auf Reggie, Glück auf, Reggie ...
Es ist viel zu kurz das bischen Leben
nach jedem Regen wird es Sonne geben.
Nach jeder Nacht kommt auch ein Tag
verdammt, steh auf, vergesse deine Plage.
Glück auf Reggie, Glück auf, Reggie ...
Schau mal nach Dresden, schau auch einmal nach Greiz
schau auch mal nach Böhmen und schau auch mal in die Schweiz.
Denen wird es nicht anders gehen
Komm, steh auf es wird schon gehen.
Glück auf Reggie, Glück auf, Reggie .