Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Gimmer mol rieber, gimmer mol nieber
Gimmer mol nieber zim Schmied seiner Fraa.
Gimmer mol rieber, gimmer mol nieber
Gimmer mol nieber zim Schmied.
Dr Schmied, dar hot ne Sau geschlacht
Sei Fraa die hot de Wurscht gemacht.
Gimmer mol rieber, gimmer ...
Dr Schmied, dar hot nichts rachts mehr ze tu,
Sei Fraa sitzt drnaabn un guckt drbei zu.
Im Winter macht er ner noch jedn zweeten Toch Feier
Ze teier de Kuhln un ze huch is de Steier.
Gimmer mol rieber, gimmer ...
Dr Schmied hot sich zr Heiligen Nacht
Zr Feier e Ettinger Bier aufgemacht.
Des trinkt er allaane, seifzt greilich drzu
Was soll ich ner machn? Ich find kaane Ruh!
Gimmer mol rieber, gimmer ...
Dr Schmied is verbittert, er fiehlt sich allaa
Drüm sucht er Zerstreiung, es gieht uns ja nischt a
Is Madel des wimmert, de Fraa spukt un klogt,
Wu soll des noch hieführn?, hot se ne gefrogt.
Gimmer mol rieber, gimmer ...
De Schmiedmaad werd blasser von Tog ze Tog,
Do stimmt was do driem net, des is kaane Frog.
Dr Schmied is e Kriebel, hams schu egal gespiert
Drüm ward er von heit ab gesellschaftlich marschinalisiert.
Gimmer net rieber, gimmer net nieber Gimmer net nieber zim Schmied seiner Fraa. Gimmer net rieber, gimmer net nieber Gimmer net nieber zim Schmied.
Hochdeutsch übersetzt:
Gehen wir mal rüber, gehen wir mal hinüber,
Gehen wir mal rüber zum Schmied seiner Frau.
Gehen wir mal rüber gehen wir mal hinüber,
Gehen wir mal über zum Schmied.
Der Schmied, der hat eine Sau geschlachtet.
Seine Frau, die hat die Wurst gemacht.
Gehen wir mal rüber, gehen ...
Der Schmied, der hat nichts Rechtes mehr zu tun
Seine Frau sitzt daneben und guckt dabei zu.
Im Winter macht er nur noch jeden zweiten Tag Feuer.
Zu teuer die Kohlen und zu hoch ist die Steuer.
Gehen wir mal rüber, gehen ...
Der Schmied hat sich zur Heiligen Nacht
Zur Feier ein Öttinger Bier aufgemacht.
Das trinkt er alleine, seufzt gräulich dazu
Was soll ich nur machen? Ich find keine Ruh!
Gehen wir mal rüber, gehen ...
Der Schmied ist verbittert, er fühlt sich allein
Drum sucht er Zerstreuung, es geht uns ja nichts an
Das Mädchen, das wimmert, seine Frau schimpft und klagt.
Wo soll das noch hinführen?, hat sie ihn gefragt.
Gehen wir mal rüber, gehen ...
Die Schmiedmaid wird blasser von Tag zu Tag
Da stimmt etwas da drüben nicht, das ist keine Frage.
Der Schmied ist ein Unhold, wir haben es schon immer gespürt.
Drum wird er von heute ab gesellschaftlich marginalisiert.
Gehen wir nicht rüber, gehen wir nicht hinüber
Gehen wir nicht rüber zum Schmied seiner Frau.
Gehen wir nicht rüber, gehen wir nicht hinüber
Gehen wir nicht rüber zum Schmied.