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Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.

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"Rudis Kräuterwelt"- Eibenstock am 24.09.2011

Geil!- Dachte ich am Samstag in Eibenstock, als ich auf die Bühne schaute, denn der Typ, der den Bass in der Hand hatte, hatte endlich wieder lange Haare. Wie gesagt, dachte ich, denn es war gar nicht der Bassist der Krippelkiefern, sondern der „Technik-Tom“, der den Kriki- Bassisten in Eibenstock vertrat. Wie ich später erfuhr, war Herr Horn, eigentlicher Bassist bei den Kiefern, zu einer wichtigen musikalischen Veranstaltung eingeladen! Eigentlich soll ich es ja nicht verraten, aber naja, liest ja eh keine Sau. Um seinen musikalischen Horizont zu erweitern und neue Inspirationen für die Krippelkiefern zu bekommen, weilte der Bassist der Krippelkiefern  bei der Veranstaltung „Tanz in den Herbst“- Live spielte die Band „TALISO“!!! Man höre und staune, eine Band, die es seit 1963 gibt, als Inspiration für die Krippelkiefern!- Als Fan bekommt man da Angst, wenn man an die diesjährige Weihnachtstour der Kiefern denkt. Aber alles wird gut, denn ich hörte auch, dass er sich „aufopferte“, um zu sehen und zu hören, wie die Krippelkiefern nie werden dürfen. RESPEKT! Die anderen Bandmitglieder hatten sich wohl geweigert dort hinzugehen, weil sie gesundheitliche Spätschäden befürchteten, wenn sie „TALISO“ Live erleben müssten. So wurde demokratisch in der Band entschieden, wer dort hingehen muss. Nach inoffiziellen Informationen, ist diese „demokratische“ Entscheidung folgendermaßen abgelaufen: Sterni:“ Tobias, du bist Kindergärtner und somit Geschrei und nerventötenden Lärm gewöhnt! Du gehst dahin!“ Die anderen Bandmitglieder haben sofort zugestimmt, was sonst nie passiert.-

Nun  mal schnell zu „Rudis Wurzelwelt“ in Eibenstock. Man stelle sich einen riesigen, gepflegten Kräutergarten vor und dazu „Open Air“ die Krippelkiefern. Schön fand ich, dass man während des Konzertes durch diesen Garten der Sinne gehen konnte. Sozusagen war es ein Konzert, was auch der persönlichen Weiterbildung diente. Neben vielen bekannten Kräutern, sah ich auch für mich unbekannte Pflanzen. Keine Ahnung für was die gut sind oder gegen was die Wirken sollen, denn nachdem ich die unbekannten Pflanzen im Selbstversuch geraucht habe, konnte ich keine Wirkung feststellen. Jedenfalls ist „Rudis Kräuterwelt“ einen Ausflug wert.

Interessant auch was die Band an dem Abend geboten hat. So merkte man, dass der „Karli“ enorme Fortschritte in seinen Arabisch- Studium gemacht hat. Er sang sein „Köhlerlied“ an diesem denkwürdigen Abend zum ersten mal in Arabisch, deshalb klang es sicher für einige etwas „Anders“ als sonst. Auch zum ersten Mal, jedenfalls für mich, war die Interpretation des Liedes „Schlachtfest in Markersbach“. Dieses Lied wurde sehr mutig in einer so genannten „Gay- Version“ dargeboten. Näher möchte ich darauf jetzt nicht eingehen, sollen sich doch die ärgern, die den Weg nach Eibenstock nicht gefunden haben, an diesem denkwürdigen Samstag. Noch ein Ratschlag an die Band- zum Vugelbeerfast in Lauter, wo ihr ja diesen Samstag spielt, würde ich die beiden Lieder in der „Urfassung“ spielen, die vielen Gäste aus Nah und Fern könnten dann sicher überfordert sein.

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