Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Da wurde es einigen im Publikum schon anders, als am Freitag zum „Tag der Sachsen“ gegen 22.00 Uhr ein riesiges Sägeblatt auf die Bühne am Markt gebracht wurde. Einige dachten bestimmt, jetzt kommt irgendeine Zaubershow, in der eine Jungfrau auf der Bühne zersägt wird. Weit gefehlt, den es sollten ja die Krippelkiefern auftreten und außerdem ist das mit den Jungfrauen in Schwarzenberg auch so eine Sache- woher nehmen-
Den „Insidern“ war aber bei dem Anblick dieses großen und auch der vielen kleinen Sägeblätter gar nicht bange, denn sie wussten sofort, das sich liebe musikalische Unterstützung in Form von Erwin Fuisz aus Feiburg im Breisgau, zu den Krippelkiefern dazugesellt hatte.
Der Erwin von „Klangzone“ ist ein positiv Bekloppter, der mal in 24 Stunden 1300km fährt, um die Krippelkiefern bei einem 3 Stunden Auftritt musikalisch zu unterstützen. Erwins Anwesenheit macht die eh schon geile Krikimugge zu einem akustischen Erlebnis. Ein persönliches Dankeschön an Erwin sei mir deshalb an dieser Stelle gestattet- Erwin du bist einfach eine „geile Sau“ und jeder würde sich freuen, wenn du öfter dabei wärst!!!
Eigentlich ist es schon fast peinlich, wenn man den Steffen Seim jedes Jahr wieder aufs Neue lobt, aber der Kerl hat es wirklich verdient!!! Das Konzert am Lagerfeuer im „Waldcamping Erzgebirgsbad“ war wie immer super organisiert und den angenehmen Duft des„Krippelkiefernbiergulasch“ roch ich schon am Ortseingangsschild von Thalheim durch die geschlossene Autoscheibe. Das Personal wie immer sehr nett, Pavillons für eventuelle Regenschauer waren auch schon aufgebaut und das lodernde Lagerfeuer sorgte für die unverwechselbare „Musik am Lagerfeuer- Romantik“. Das Einzige was mich persönlich gestört hat, war die diesjährige Bierauswahl. Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr nur eine Biersorte zur Auswahl! Naja, wäre nicht weiter schlimm, aber „Freiberger Pils“ geht nun wirklich nicht. Über die Bierauswahl, die bei einem Krippelkiefernkonzert sehr wichtig ist, sollte sich der Steffen Seim für das Konzert im nächsten Jahr noch einmal Gedanken machen! Wenn du Hilfe dabei brauchst Steffen, kurze Mail an mich, ich werde dir bei dieser Aufgabe zur Seite stehen und du kannst da auf meine langjährige Erfahrung bauen.
Apropos Erfahrung, wer hat schon einmal die Erfahrung gemacht, das er Fotos machen wollte, aber nichts passierte, als er den Auslöser gedrückt hat? Also mir ist das am Samstag passiert, die Kamera hatte ich mit, aber der Akku und auch der Ersatzakku waren noch im Ladegerät, aber eben bei mir zu Hause. Scheiße, wenn man im Alter nicht mehr alles so auf die Reihe bekommt. Ich will jetzt kein Mitleid erhaschen, aber zumindest wissen die Leute die nach den Fotos gefragt hatten jetzt, weshalb es dieses Jahr keine offiziellen Fotos vom Lagerfeuer in Thalheim gibt. Asche auf mein graues Haupt.