Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Da hatten doch tatsächlich viele Mitglieder der Lauterer Feuerwehr „große Bedenken“, wenn die Krippelkiefern am Freitag zu ihrem jährlichen Fest aufspielen. Man befürchtete wohl, dass zuwenige Leute kommen würden und dass man dann keine Stimmung aufkommt und man zuwenig Getränke verkauft! Diesen Bedenkenträgern möchte ich an dieser Stelle mal ganz liebevoll sagen: „Irren ist menschlich!“ Ich behaupte mal, nein ich weiß, dass soviel Leute noch nie an einem Freitag bei eurem Fest waren. Gut zugegeben, musikalisch ist es sicher nicht jedermanns Sache, aber die Krippelkiefern sind ja eine optische Band! Das heißt, da 95% der Leute nicht wegen der Musik sondern wegen des Aussehens der Bandenmitglieder kommen. Um irgendwelchen Gerüchten gleich vorzubeugen, bekenne ich mich hier öffentlich, dass ich zu den anderen 5% gehöre. Naja, wenn ich mir jetzt so die letzten Konzertfotos anschaue, könnte es auch gut sein, dass 95% der Leute doch wegen der Musik kommen….
Egal, das tat der Stimmung ja keinen Abbruch. Die Leute in Lauter waren gut drauf und auch die Menschen hinter den Bierständen waren freundlich, was bei vielen Veranstaltungen nicht immer so ist. Selbst als ihr Chef in Form Ihres Bürgermeisters erschien, ließ die Stimmung der Lauterianer(grammatikalisch falsch, aber ich finde den Begriff irgendwie geil) nicht nach! Liebe Lauterer Feuerwehr, was haltet ihr davon, wenn ihr die Bande nächstes Jahr wieder einladet?-
Samstag war dann ein besonderes Event, was die Bande in dieser Art auch noch nicht erlebt hat! Der englische Künstler Glenn West erschuf am Pöhlberg die „Zwischenwelt- Labyrinth am Pöhlberg“. Die Kiefern spielten dann vom Samstag zum Sonntag dort auf. Mitten im Wald in einer Kulisse aus Folie und Licht. Vorab darf ich Glenn West hier einmal zitieren, was er der Bande nach dem Konzert persönlich geschrieben hat, denn ich denke das dies mehr aussagt als mein Gelaber hier. Also Herr West schrieb:“ Hiya, danke für das Spielen bei der Vernissage von meinem Labyrinth. Es war das beste Ende für meiner Ausstellungen!
Cheers! Glenn West“
Was sagt uns das Dankeschön dieses britischen Künstlers? Naja, eigentlich das was wir schon immer wussten, dass die Bande einfach geile Musik macht. Wenn das sogar die Engländer nach einmaligen Hören sagen, muss es wohl stimmen. Ich stelle mir gerade vor wenn die andere Baumnamenband gespielt hätte…nein ich lass das, ich darf ja nicht mehr über die schreiben! Naja, einen „kleinen“ kann ich mir vielleicht doch leisten! Also wenn die gespielt hätten, wäre bestimmt kein Fan von denen da gewesen, weil die ja 23.00 Uhr wieder im Pflegeheim sein müssen..,- Ok, der ist nicht ganz fair ABER fein.-
Gefallen hat mir besonders die Stimmung unter den Anwesenden, als der Regen einsetzte! Da kam so ein Woodstock- Feeling auf und der Regen wurde mit Anton Günther- Liedern weggesungen. Kleine Anmerkung für die Leute die dabei waren. Leute, wie bekloppt muss es ausgesehen haben, dass 25 Leute bei strömenden Regen eine wasserdurchlässige Plane mit beiden Armen nach oben halten, obwohl der Regen doch durchkommt? Was habt ihr geraucht?- Obwohl, ich stand ja auch und habe die Plane mitgehalten…-egal es war geil! Danke an Glenn West und an alle die mit der Bande bei Blitz und Donner gefeiert und gelacht und gesungen haben!-
Noch etwas in persönlicher Sache, ich komme ja so selten zu Wort. Lieber Jörg Heinicke! Ich habe dich und dein Akkordeon leider erst das 1. Mal Live erlebt. Einfach genial. Wenn ich mir was wünschen könnte von der „guten Fee“, wäre es, dass du einmal bei einem Krippelkiefern- Konzert mitmachst. Die Kriki- Fangemeinde muss und sollte dich einfach mal kennenlernen…