Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Per Telefon und Email, über Facebook und auf postalischem Wege – aber natürlich auch persönlich zu meinen regelmäßigen Wochenendbesuchen im heimatlichen Erzgebirge - wurden mir zu meinem
50. Geburtstag
ganz viele herzliche Glückwünsche übermittelt.
Um auch ja niemanden zu vergessen, habe ich mich entschlossen, euch allen gemeinsam durch dieses Sammelschreiben meinen aufrichtigen Dank auszudrücken.
Ihr habt mir mit euren vielen lieben Glückwünschen eine wirklich große Freude bereitet und mich mit neuem Optimismus, Stärke und Mut gewappnet, die ich in Zukunft gewiss ganz dringend benötigen werde. Denn es gibt noch so vieles zu tun - und nur ganz wenig habe ich bisher erreicht.
Dank eurer Unterstützung fühle ich mich stark genug, den einmal eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten, einem Wanderer gleich, der aus einem kalten, schattigen Tal hinauf zu Gipfeln steigt, die von hellen, warmen Sonnenstrahlen umflort sind.
Dass man auf einer solchen mühseligen Bergtour ab und zu einmal auch ins Straucheln gerät, dass man sich mitunter erbärmlich schwach und elend fühlt und nicht weiß, ob es einem gelingen wird, die noch harrenden Strapazen zu bewältigen, verwundert nicht.
Da ich meinen Lebensweg gemeinsam mit guten Freunden beschreiten darf, brauche ich mir keinen allzu ernsthaften Sorgen zu machen.
Fünfzig große Streckenabschnitte habe ich nun bereits hinter mich gebracht, und vielleicht hat es mein Lebensschicksal bestimmt, dass ich noch eine weitere stattliche Zahl von Etappenkilometern bei möglichst guter Gesundheit und mit frischem Lebensmut zurücklegen darf, auf meinem Lebenspfad zum sonnenbeschienenen Bergesgipfel.
Es stimmt, manche Wegabschnitte erschöpften mich schwer, andere aber bescherten mir große Lebensfreude und spendeten mir die benötigte Wegzehrung. Ich will sie im guten Gedächtnis behalten, ohne die ständig lauernden Gefahren um mich herum zu ignorieren.
Wenn ich ehrlich sein soll, bleibt mir auch gar keine andere Wahl, als hurtig immer weiter voranzuschreiten. Die Musik und die Poesie waren schon immer meine treuen Lebensbegleiter, mein Lebenselixier, das mich davor bewahrte, in so manche gefährliche Klamm am Wegesrand zu stürzen. Sie sollen auch in Zukunft an meiner Seite bleiben, solange es für mich noch etwas zu sagen gibt.
Die zur Zeit stattfindende gesellschaftliche Krise, deren warnende Wetterleuchten von den Verantwortlichen und Betroffenen so lange Zeit sträflich übersehen wurden, ist nicht im Stande, uns wirkliche Furcht einzujagen.
Seht sie wie ich eher als Chance zu einem Neubeginn an, um dereinst wie Phönix aus der Asche zu steigen und aus begangenen Fehlern zu lernen.
Ich freue mich schon auf die kommenden Konzerte und Feierlichkeiten, zu denen ich hoffentlich recht viele von euch begrüßen darf und zwar „umsoundet“ von einer Technik, die allen ein Hörvergnügen bereiten wird.
Bis dahin sage ich euch allen ein zünftiges Glückauf.
das Geburtstagskind Stefan Sterni Mösch
