Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Lagerfeueratmosphäre mit Livemusik- wer wird bei diesen Gedanken nicht etwas romantisch? Wenn dann noch "De Krippelkiefern" zu so einer Veranstaltung spielen, ist ein geiler Abend schon vorprogrammiert! Da die Band aber nichts dem Zufall überlässt, bereiteten sie für die Anwesenden ihren berühmt, berüchtigten "Krippelkiefernbiergulasch" zu. Diese sagenumwogene Speise wird von den "Kiefern" selbst zubereitet und gibt es nur zu besonderen Anlässen. Das genaue Rezept wird von Ihnen streng gehütet und nur mündlich innerhalb der Band weitergegeben. Selbst Anfragen von Alfred Biolek nach dem Rezept werden von den "Krippelkiefern" abgelehnt. Das einzige, was zur Zubereitung dieser gar köstlichen Speise durchgesickert ist, ist die Tatsache das Unmengen an Bier benötigt werden. Deshalb ist auch zu beachten, das man nach Genuss dieser Spezialität mindestens 10 Stunden kein Auto fahren sollte! Gerüchte, das übermäßiges essen dieses Gulasches zu kurzzeitiger Blindheit führen kann, gehören aber ins Reich der Legenden. Im gestrigen Selbstversuch war ich nach 3 Portionen der deutschen Muttersprache noch einigermaßen mächtig und das mit dem Augenlicht legte sich heute Morgen auch wieder...
dor Harti