Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
Teert und federt mich, stellt mich an den Pranger oder schickt mich nackt mit rosa Schleifchen zu Guido Westerwelle! Ja, ich habe das verdient, denn ich war auch einer dieser Leute die immer der Meinung war, das Krippelkiefernmusik und Bierzelt irgendwie nicht zusammenpasst. Aber gerade in Eibenstock, einem Dorf, wo man normalerweise nach 18.00 Uhr nur nach das Rauschen des Windes hört, wurde ich eines Besseren belehrt!
Wer hätte gedacht, das dieser kurzfristig angesetzte Termin, ohne Werbung soviel Leute anziehen würde, die einfach nur Bock haben geile Musik zu hören und zusammen zu feiern.

Aber das war noch nicht alles, da ist die Stimmung auf dem Höhepunkt und man denkt das ist ja ein geiler Abend, da setzten "De Krippelkiefern" noch einen drauf! Da kommt es tatsächlich zu einer nicht geglaubten musikalischen Weltpremiere und mein Doppelkinn schlägt endgültig auf dem kalten Bierzeltboden auf: Da spielen die doch tatsächlich ein Fußball-Lied, was ich nie für möglich gehalten hätte-Danke, einfach nur genial und geil.
Das ist auch einer der Gründe, warum sich ein Besuch bei einem Kriki-Event immer lohnt, egal wie viel Konzerte man schon miterleben durfte, jedes Konzert ist anders und man weiß nie was einen erwartet, deshalb sollte man auch so wenig wie möglich verpassen.
dor Harti