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Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.

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24.& 25. Juni 2011- Von den Brettern, die die Welt bedeuten , bis in den Schacht...

Wenn ein Autor und Regisseur eine Minute vor der Uraufführung seines Stückes in panischer Verzweiflung, fragt wo denn seine Musiker sind, und zur Antwort bekommt, die wollten noch Bier holen, denkt man an einen Guten Gag in einem Comikfilm! Ist es aber nicht. Genau so habe ich am Freitag die Premiere des Stückes „Geisterspuk am Hirtstein“ des Autors Axel Poike erlebt. Andere Künstler bekommen Schweißausbrüche oder fast einen Herzinfarkt, vor einer ausverkauften Premiere, nicht aber die Musiker der Krippelkiefern. Die gehen in einer solchen Situation erst einmal Bier holen. Man muss eben Prioritäten im Leben setzen! Dann gehen die Jungs mit einer Arschruhe auf die Bühne und und ziehen die Premiere ohne Fehler durch, als ob sie das schon hundertfach getan hätten. Herrn Karl, seines Zeichens Gitarrist bei den Krippelkiefern, möchte ich(was sonst nicht in meiner Natur liegt) hiermit noch einmal besonders hervorheben und beglückwünschen, für die Rolle des „Kräuterhannes“ in dem Stück.- Scheiß auf die Förmlichkeiten, was ich sagen will ist- Karli, du warst einfach genial! Der Kerl sitzt jeden Tag 8 Stunden auf einem Bagger, geht dann ganz cool mal auf die Bühne und interpretiert seine Rolle, als hätte er sie schon mehrmals gespielt. Tja, aus Zwickau sind schon andere bekannte Schauspieler gekommen(Gerd Fröbe)...
Musikalisch gab es drei neue Lieder zu hören, die perfekt in das Stück integriert wurden und ich kann nur hoffen , dass dieser Abend schnellstens wiederholt wird, um diese Stück einer breiten Masse zu Gehör zu bringen. Wobei es sicher schwer werden wird, die Termine aller Beteiligten wieder in Einklang zu bringen.

Der Samstag in den Zinnkammern Pöhla, wo die Krippelkiefern zum 2. Mal 180m unter der Erde ein Berggeschrey aufführten, stand zum Leidwesen manch älterer Besucher, im Zeichen einer schon fast erzgebirgischen Legende- Dor Fischer, Mich feierte seinen 60. Geburtstag. Alles Gute noch einmal an dieser Stelle. Das da zeitplanmäßig und organisatorisch einiges ins Wanken gerät, wenn der Mich seinen Geburtstagsgästen gesondert „sein“ Bergwerk zeigt, war vorauszusehen. Wer ihn kennt schmunzelte darüber, weil man das erwartet hat, aber gerade das etwas betagtere Publikum, war weniger amused. Mir persönlich hat dieses Konzert weniger gefallen, als das im letzten Jahr. Die Akustik war zwar wieder phänomenal, aber man konnte das Konzert nicht so richtig auf sich wirken lassen. Weil eine für mich ungewohnte Unruhe im Publikum war. Ein ständiges Gehen und Kommen, was bei der neuen Sitzanordnung im Schacht sehr störend war. Auch werde ich das Gefühl nicht los, dass die Organisation diesmal einen Zeitdruck aufgebaut hat, der der letztes Jahr nicht so vorhanden war! Ich meine 75 Minuten Musik ohne Pause, und dann alle schnell wieder raus aus dem Schacht ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn man es mit dem letzten Jahr vergleicht. Das sollte man im nächsten Jahr wieder anders machen, wäre mein Vorschlag.

Ich hatte ja mal versprochen, dass ich nichts mehr zu den 3 Lederhosenträgern aus Johanngeorgenstadt sagen werde! Ich kann dieses Versprechen leider nicht halten, sonst zerreißt es mich. Sie haben es am vergangenen Wochenende wieder getan! Wenn ein Fußballverein oder eine Band zu einem „Fantreffen“ einladen, dann wird dort kein oder ein symbolischer Obolus verlangt, weil man ja mal seinen Fans Danke sagen will, sonst würde man ja nicht einladen!- So kenne ich das jedenfalls. Liebe Randfichtenfans, da werdet ihr eingeladen von euren Idolen, was ich nett finde, und als „Dankeschön“ dürft ihr dann 26,00€ bezahlen!- Für 26,00€ bekomme ich ein 5-stündiges geiles Konzert in einem mir bekannten Eisenbahnmuseum in Schwarzenberg, weiterhin zwei 4-stündige Konzerte an anderen Orten des Erzgebirges und dann ist immer noch Geld für ein Bier übrig! Aber das Schönste daran ist, ich bekomme auch noch geile Musik zu hören....

25-062011--Zinnkammern-Pohla-1-21.jpg

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