Die Fähigkeit, ehrliche erzgebirgische Mundarttexte in zeitgemäßer Form einem Publikum jenseits von "Kastelruther Spatzen", "de Randfichten" und dergleichen nahe zu bringen, zeichnet die Vier ebenso aus wie die Freude am spontanen, musikalischen Experiment mit ihrem ambivalenten Heimatgefühl. Das Publikum muss stets mit leiden, mit lachen und mit trinken.
SCHOCK!- Die Krippelkiefern haben einen neuen Bassisten...dachte ich und sicher auch viele der Besucher des Konzertes in Landwüst, als die Krippelkiefern gegen 20.00 Uhr die Bühne betraten. Beim letzten Konzert stand am Bass noch ein sympathischer Typ mit langen Haaren, also so ein Mensch, der schon rein Äußerlich jeder Schwiegermutter gefällt! Doch Gestern „lungerte“ ein Mensch mit dem Bass um den Hals auf der Bühne rum, der gar keinen Haarschnitt hatte, weil sich schlicht keine Haare auf dem Kopf befanden. Nachdem man mich, nach dem Schock, mit ein paar Bier wiederbelebt hatte, erkannte ich plötzlich, dass es doch unser guter, alter Kriki- Bassist war, der dort auf der Bühne stand. Wie kann man so etwas tun? Als ich zur Konzertpause nachfragte, beteuerte er zwar, dass er das „freiwillig“ getan hat, wegen Haarspliss(so etwas haben Männer nicht!), aber wir Ehemänner wissen, wer hinter solchen „Untaten“ sitzt…

Nun zu den angenehmen Dingen des gestrigen Konzertauftritts. Ein geiler Auftrittsort in einer idyllischen Umgebung, ein Kleinod im Vogtland, und dazu Krippelkiefernmusik! Mehr braucht man eigentlich nicht zu schreiben. Da kann sich jeder vorstellen, wie genial das war. Aber es gab einige Dinge, die man noch einmal näher beleuchten sollte. Die Band hat am Freitag in Zwickau geprobt. Nun werden viele sagen, was ist denn da los, die Kiefern und proben, das ist ja mal was ganz Neues. Ja, sie haben es getan und man hat es auch bei einigen Liedern gehört! Also, um es mal diplomatisch auszudrücken: Liebe Krippelkiefern! Macht es wie immer und setzt auf Altbewährtes, lasst das proben weg! Wie gesagt, einige Songs klangen Gestern irgendwie…naja, eben Anders.- Da die Krippelkiefern ja eine optische Band sind, sahen sie nach der Probe auch rein Äußerlich ziemlich Müde aus. Da helfen dann auch keine dunklen Sonnenbrillen…

Wie schon gesagt, das war nur bei einigen Liedern, die Meisten Songs(die ihr sicher nicht geprobt habt)sind in der schönen „kultur.tenne“ akkustisch sehr gut rübergekommen. Und wenn es der Veranstalter beim nächsten Mal schafft 1 bis 2 Plakate als Werbung aufzuhängen, werden die 3leeren Stühle von Gestern auch noch besetzt sein…
dor Harti